News — 5′ Lesedauer

Dieses Wochenende: bewegende Lesung mit anschliessendem, kleinen Konzert im NFH Brünig …

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Dieses Wochenende: bewegende Lesung mit anschliessendem, kleinen Konzert im NFH Brünig …

… würden wir schreiben, seit einem Jahr immer wieder, wenn wir alle nicht in einer eher verzwackten Situation sitzen würden. Massenveranstaltungen sind gefährlich geworden, das Abendessen auswärts etwas kühl oder datenöffentlich. Konzerte finden wieder statt, das öffentliche Leben erwachte, für einen Teil, einen selbstbetitelt solidarischen. Der andere Teil nennt sich genauso solidarisch, genauso freiheitsliebend. Und wie immer liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte oder erholt sich gerade am Strand.

Wir Diebe wählen ein epikureisches Warten, stoisch sitzen wir im glitzernden Gefängnis und geniessen unseren Freiraum. Wir vergessen die Welt, halten uns an die Auflagen, wissen nicht, welche Elemente genau die Entscheidungen beförderten und massen uns ausnahmsweise auch keine Besserwisserei zu. Denken wir an die Menschen würden wir bei einer gross angelegten Virusverteilung wie immer den radikalen Weg bevorzugen: einfach alle einen Monat daheim hocken, weltweit. Grosse Häuser werden geteilt um ein wenig Fairness hinzukriegen, alle decken sich geplant mit Vorräten ein, idealerweise pflanzlich, ganz simpel.

Einfach für einen Monat auf Pause klicken.

Natürlich braucht es Menschen, die geistig und gesundheitlich kritische Haushalte begleiten. Ein professionelles Nottelefon für aller Arten Sorge. Ein Chat, ein Channel, das Spital. Mehr braucht es aber nicht. Vielleicht Papier und Stift für alle, um die Gedanken loszuwerden und zu transformieren. Und eine ausgiebige Vorbereitung.

A propos, werden die Spitäler nun wieder verstaatlicht? Ausgebaut? Die Arbeit dort humanisiert? Oder halten wir es getreu der Symptombekämpfung und hoffen auf nachgelagerte, wissenschaftliche Lösungen? Wie für den Klimawandel … der ist so alt wie das Klima, aber bedroht jetzt natürlich viele Lebensräume. Können wir das Grosse ändern oder nur das Kleine? Können wir planen oder nur reagieren?

Es scheint, als wären wir inmitten ewigen Ausbalancierens. Es gibt für uns kein Nichts, keine Stille, nur das Streben danach. Es gibt nichts Perfektes, nur das Ideal davon. Und wir Bewussten, Lebenden können uns entscheiden, zu handeln oder zu konsumieren. Konsumieren ist einfach und folgt dem Lustprinzip. Handeln widerstrebt dem Lustprinzip. Es braucht ein Richtig und Falsch, Gut und Schlecht, eine Abgrenzung, um überhaupt handeln zu können. Und Grenzen teilen und kreieren Widersprüche. Darum wohl sind viele von uns so gelähmt.

Doch auch Konsumieren, also Nicht-Handeln hat Folgen, die wir uns alle nicht wünschen. Was wo zuviel ist, fehlt wonanders. Nichtwissen schützt nicht vor dem Gesetz. Also können alle geradesogut handeln. Darum arbeiten wir nun weiter an unserer Diebel, wozu das Buch der Erkenntnisse der Vorläufer ist (wie einige andere, bekannteste Bücher weltweit). Hast du einen Beitrag für ein solches Sammelsurium an Anleitungen zu Lebensentwürfen und -vollzügen? Schreib das Buch *Dein Name*! Schick es uns zu. Oder erarbeite es bei uns, im Tausch für Übernachtung und Essen.

Die Diebel – gute Nachricht für DICH!

In Liebe
Die Diebe

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